Und es geht weiter…aber wie?!

Seit letztem Montag sind wir wieder hier und haben erkennen müssen, dass die Kommunikation über Tausende von Kilometern sich schwierig gestalten kann. Unser Verständnis einer von Profis renovierten Wohnung war, dass wir zeitnah mit dem Aufbau des Mobiliars beginnen können. Was wir beim Betreten vorgefunden haben, entsprach nicht ganz unseren Erwartungen. Die Fenster und Türen waren nicht eingebaut, der Strom- und der Wasseranschluss waren nicht existent. Müllberge säumten die Räume, die Holzbalken waren mit Putz verschmutzt. Die Holztüren dienten wohl als Grundlage zum Putz anmischen, der neu angebrachte Putz war weder abgeschliffen, noch gestrichen.

Blick in die Küche.
Das Schlafzimmer.

Die erste Woche haben wir damit verbracht aufzuräumen, sauber zu machen, Wände abschleifen, Wände grundieren, den Marmorboden von Zementresten befreien, die Deckenbalken abschleifen, mit Holzschutzmitteln bearbeiten und zu versiegeln, die ausgebauten Fenster und Türen reinigen und für den Einbau vorbereiten.

Wir entfernen Zement- und Bauschaumreste.

Unsere Planung sieht nun so aus, dass wir die Innenraumarbeiten am Sonntag abschließen und ab Montag mit dem Aufbau der Möbel beginnen. Unterm Strich gilt festzuhalten, dass wir durch die gesamten Nacharbeiten eine Woche verloren haben, die uns jetzt natürlich hinten raus fehlt (kennen wir ja schon vom April).

Die Wohnung ist „soweit“ fertig.

In unserem Fall heisst das, keine Fenster und keine Türen eingebaut!

Wir hatten Hilfe von den Teletubbies…
Chaos auf der Terrasse.
Die Deckenbalken. Rechts abgeschliffen, links bereits lasiert.

Und dann gingen sie getrennte Wege…

Die Anreise nach Skyros gestaltete sich äußerst abenteuerlich. Aufgrund eines Dönerschmuggelversuches entging Jan morgens um 5.15 Uhr an der Sicherheitskontrolle in Frankfurt nur ganz knapp einer drohenden Festnahme. Da wir nicht wussten, ob auf unserem Lufthansaflug das Catering verfügbar ist (Personalprobleme bei der LSG), besorgte sich Jan vorausschauend schon am Vorabend einen Döner. Da die Aluminiumverpackung bei der Sicherheitskontrolle einen Alarm auslöste, wurde er höflich aber bestimmt von einem Sicherheitsmitarbeiter zur Seite geführt. Es stellte sich heraus, dass der Sicherheitsmitarbeiter türkischer Herkunft war, und fragte gezielt „mit Joghurt- oder Knoblauchsoße?“ Antwort von Jan: „über Nacht gut durchgezogener kalter Döner mit Joghurtsosse ohne Zwiebeln“. Daraufhin durfte er die Sicherheitskontrolle bedenkenlos passieren.

Wir sind pünktlich in Athen, nach einem reibungslosen Flug inkl. Catering, gelandet. Hier trennten sich unsere Wege. Jürgen und Familie hatten ein Taxi für die Fahrt nach Kymi vorbestellt, Jan Keines. Ursprünglich wollte er mit Bahn und Bus weiterreisen. Kurzfristig eröffnete sich Ihm eine vollkommen neue Art der Weiterreise. Jan hatte die Möglichkeit mit 2 älteren Damen jenseits der 80er, in einem nicht klimatisierten Taxi, dass zudem bis zur Decke vollgepackt war mit Tomaten, Auberginen und einem altersschwachen Rollator, mitzufahren.

In Kymi. Wir warten auf die Abfahrt der Fähre.
Blick auf Kimi.
Auf hoher See….
Nach 14 Stunden Anreise, endlich angekommen. Der Urlaub kann beginnen.

Es ist soweit…

Es sind nur noch wenige Tage und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. In einer Woche geht es wieder ins gelobte Land.

Wir sind natürlich in der Zwischenzeit nicht untätig gewesen. Ursprünglich war gedacht, in unserer Abwesenheit die Wohnung innen streichen zu lassen, damit wir im Juli die neuen Möbel aufbauen können. Womit wir nicht gerechnet hatten, waren Komplikationen. Leider stellte sich heraus, dass die Wasserleitungen, die Elektrik, sowie das Mauerwerk nicht mehr den aktuellen technischen Anforderungen genügen. Dies bedeutete den Austausch der korrodierten Leitungen in der Küche, den Austausch der kompletten Elektrik und dem Entfernen des Innenputzes bis auf die Grundmauern.

Eine kleine Erweiterung des Wandschrankes
Elektrik in der Küche
Wandschrank von Innen
Austausch der Wasserleitung in der Küche
Blick aufs Meer ohne Fenster und Tür

Die Planung für die nächsten Wochen wird so ausschauen, dass wir die Küche und das Schlafzimmer komplett neu gestalten. Wie die Arbeiten fortschreiten werden, sehr Ihr ab dem 8. Juli hier in unserem Blog, auf Instagram und YouTube.

Bis dahin, Jan und Jürgen

Fortsetzung folgt…

Wie schon erwähnt, ist unser Projekt noch lange nicht beendet. Alte Aufgaben, neue Herausforderungen sind noch zu bewältigen. Ab dem 9. Juli 2019 werden wir uns wieder mit gemeinsamen Kräften unserem Projekt widmen und Euch über die Fortschritte unseres kleinen Abenteuers auf dem Laufenden halten. Wir würden uns freuen, wenn Ihr uns ab Juli wieder auf unserem Weg begleitet.

Chairitismus Apo, Jan kai Jürgen (Jorgos)

Hier noch ein paar Eindrücke von der schönen Insel Skyros.

Blick auf die Inselhauptstadt Chora.
Der vor wenigen Jahren neu angelegte Stausee.
Die Kapelle im Felsen bei Molos.
Die zum Restaurant umgebaute Windmühle am Meer. (Molos)

Der Rückweg

Am 22.04. ging es zurück nach Hause. Onkel Lefteris hat uns um viertel vor Sieben morgens abgeholt, um uns zum Flughafen zu bringen. Abflug war um 8.05 Uhr auf Skyros. Die erste Etappe nach Athen.

Unser Skyros-Flieger.

Weil wir günstig unterwegs waren, mussten wir auf dem weg nach Frankfurt noch einen Zwischenstopp in Thessaloniki einlegen. Bis es soweit war, durften wir 4 Stunden am Athener Flughafen verbringen. Da wir noch kein Frühstück hatten, sind wir zu Burger King.

Burger King

Wie sich später heraus gestellt hat, kann man am Athener Flughafen nach der Sicherheitskontrolle gesünder und günstiger essen. Das merken wir uns für Juli.

Dann ging es weiter nach Thessaloniki.

Unser Flieger nach der Landung in Thessaloniki.

Nach einer Stunde Aufenthalt der Weiterflug nach Frankfurt.

Unser Flieger nach Frankfurt.

Pünktlich um 17.10 Uhr sind wir in Frankfurt gelandet. Hier trennten sich nach 10 gemeinsamen Tagen unsere Wege.

Zurück in Frankfurt.

Im Juli sind wir wieder auf Skyros und werden versuchen, dass Projekt zu Ende zu bringen. Geplant ist der Einbau der Küche, sowie der Aufbau des Schlafzimmers. Dieser Blog ist also noch nicht beendet!

Rückblick

Resultat unserer Bemühungen….

Es sieht vielleicht nicht hübsch aus, aber wir haben uns alle Mühe gegeben. Für unsere Erstbedachung glauben wir, dass sich das Ergebnis sehen lassen kann. Den zweiten Teil des Daches werden wir wahrscheinlich mit der griechischen Variante abdichten. Wir haben erkennen müssen, dass die Bitumen-Variante nicht für griechische Flachdächer die Optimallösung ist. Die griechische Variante bedeutet weniger Arbeit. Das Dach wird mit einem Farbanstrich versehen, der wasserdicht ist. Dieser Anstrich wird in regelmässigen Abständen wiederholt werden müssen.

Wir haben das Dach an unserem letzten Tag auf Skyros fertig bekommen. Danach war noch aufräumen des Werkzeuges und wetterfestes verpacken des nicht verarbeiteten Materials angesagt.

Das nicht verarbeitete Material eingelagert.
Auto und Anhänger eingemottet.

Diese 10 Tage waren sehr anstrengend und kein Urlaub. Das Wetter hat nicht mitgespielt, die Technik hat uns ein ums andere mal ein Bein gestellt und unsere handwerklichen Fähigkeiten entsprachen nicht ganz den Anforderungen unseres Projektes. Wir haben gelernt kreativ zu arbeiten, zu improvisieren und nicht aufzugeben. Wir sind gestärkt und mit breiter Brust aus Griechenland zurück gekommen.

Nix klappt

Es hat den Anschein, als hätte sich so ziemlich alles gegen uns verschworen. Es ist kalt, nass und der Wind pfeift uns um die Ohren. Man liegt nachts mit dicken Klamotten und mehreren Decken im Bett und morgens braucht man eine halbe Stunde, bis die Kniegelenke auf Betriebstemperatur sind. Das Wasser um sich die Zähne zu putzen, hat gefühlt eine Temperatur, die kurz über dem Gefrierpunkt liegt, die Arbeiten auf dem Dach kommen nicht voran und die Zeit läuft uns davon.

Es ist frustrierend. Wir haben uns soviel vorgenommen und haben, wenn überhaupt, 20% der Arbeiten erledigt, die geplant waren.

Erste Renovierungsarbeiten am Dach

Bevor wir mit dem Verlegen der Bitumen-Bahnen starten konnten, mussten wir Farbrückstände und sonstigen Schmutz von der Dachoberfläche entfernen. Die Arbeiten gestalteten sich letztendlich schwieriger als ursprünglich geplant.

Jan vom Dach….

Irgendwie wollte die alte Farbe nicht runter. Weder mit der Maschine, noch mit der Hand, ließ sich das Zeugs richtig entfernen. Letztendlich konnten wir einen Großteil der Farbe mit dem Kärcher entfernen. danach wurde grundiert und die erste Bahn verlegt.

Unsere erste Bahn

Wir müssen zugeben, dass wir die Renovierungsarbeiten am Dach doch etwas unterschätzt hatten. Vieles funktionierte nicht so, wie wir es geplant hatten. Es fing damit an, dass die griechischen Gasflaschenanschlüsse nicht mit dem deutschen Zubehör kompatibel waren und hörte damit auf, dass das skyriotische Wetter immer dann anfing eklig zu werden, sobald wir mit der Arbeit beginnen wollten.

Das Projekt

Frontansicht Strandwohnung

Ziel und Grund unseres Projektes ist bekanntlich die Renovierung der Strandwohnung. Der Primäre Fokus liegt in der Abdichtung des Flachdaches. Hierzu konnten wir Dachdecker Karl als externen Berater gewinnen, ohne dessen Hilfe und fachlichen Rat, eine fachgerechte Sanierung wohl nicht hätte stattfinden können.

Küchendach
Auch das Schlafzimmerdach gilt es abzudichten

Finale Fahrt mit Startschwierigkeiten

Die letzten Kilometer begannen mit unverhofften Problemen, die wir ohne fremde Hilfe wohl nicht hätten lösen können. Das Verlassen des Hotelparkplatzes gestaltete sich nämlich schwieriger als gedacht. Wir mussten zum drehen des Gespannes, den Hänger abkuppeln konnten aber anschließend den Hänger aufgrund von Parkplatzunebenheiten nicht mehr ankuppeln. Der Hänger musste letztendlich aufgebockt werden, was wir ohne die Hilfe vom Hotelpersonal nicht geschafft hätten.

Abgekoppelter Hänger auf dem Hotelparkplatz

Nachdem wir das Hotel verlassen hatten und auf der Autobahn waren begannen die nächsten Schwierigkeiten. Sintflutartige Regenfälle zwangen uns, unsere Reisegeschwindigkeit erheblich zu reduzieren.

Land unter….

Irgendwie wollte das mit dem Regen überhaupt nicht mehr aufhören. Kurz vor unserem Zielhafen Kymi schien sich dann doch das Blatt zu wenden. Es hörte auf zu regnen und wir konnten unseren Tisch sowie die Stühle für ein ausreichendes Picknick aufbauen. Leider war die regenfreie Zeit, so unverhofft sie kam, auch so ziemlich unverhofft wieder weg. Dauerregen stellte sich mal wieder ein und wir waren gezwungen es uns im Auto gemütlich zu machen. Wir machten eine Tüte Chips auf, tranken Cola und schauten uns einen Film an, den Jürgen auf seinem Tablet gespeichert hatte.

Picknick im Hafen von Kymi

Das Befahren der Fähre wurde uns kurzzeitig verwehrt. Wir mussten der Fährauffahrtsbeauftragten erklären, dass sich kein Pferd in unserem Pferdeanhänger befindet. Darauf hin durften wir die Fähre entern. Interessanterweise stellte uns auf der Fähre von Italien nach Griechenland niemand diese Frage. Auf der etwas wackligen Überfahrt nach Skyros säumten Delfine unseren Weg und wir erreichten unser Ziel nach knapp zwei Stunden.

Ankunft im Hafen von Skyros

Nach 4 Tagen Reise haben wir unser Ziel sicher und erschöpft erreicht. Am nächsten Tag beginnt unser Projekt.